Der Bücherthread

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Re: Der Bücherthread

Beitrag von I/JG27_Zimmi » So 06 Sep 2015, 08:41

\nBillys ..... ja, könnte mann mal wieder aufräumen! :vhap:\n\nBild\n\nvoll ! :hammer:\n
\n\n\n
\nBomben auf Wr. Neustadt ist heute gekommen. \nNach schnellem Durchblättern fällt auf, dass alle Seiten mal mehr mal weniger ausführlich behandelt. Werden. In jedem Kapitel finden sich mehrere Augenzeugenberichte bzw. Tagebucheinträge(nicht nur von deutschen und amerikanischen Piloten). Skizzen, Karten und Flugzeugeschemen sind auch vorzufinden. Dazu teils bekannte Aufklärungs- und Angriffsfotos. \n\nedit: Naja die Bezeichnung einiger Flugzeugtypen die auf Fotos zu sehen sind, stimmen net so ganz aber... :vhap: ::)\nedit2: ich seh grad, der Autor is grad mal Baujahr 78 :blink:\n\n\nFw. Helmut Beckmann, Me-109 Pilot der 1./JG27:\n\n"In meiner Maschine funktionierte die Öltemperaturanzeige nicht. In der Folge streikte der Motor nach etwa einer halben Stunde bei einer Flughöhe von 9000m. Starker Qualm drang in die Kabine und zwang mich, den Motor abzustellen. Den Propeller in Segelstellung versuchte ich im Segelflug den Wiener Einsatzhafen zu erreichen, doch die Hitze des Motors wurde zunehmend unerträglicher. Ich entschloss mich zum Ausstieg. Mit schnellen Griffen löste ich die Gurte und warf das Kabinendach ab.In etwas 8000m gelang es mir, glatt aus der Maschine herauszukommen.Ich überschlug mich ein paar Mal in den Luftwirbeln, bis ich durch Arm- und Beinrudern langsam ruhiger wurde. Ich konnte mir die Fallschirmgurte, die mir gar nicht gut passten, da es der Schirm eines Kameraden war, richtig festziehen. Da ich wusste, dass die Wolkendecke erst in 3000m kam, konnte ich mich bis dahin durchfallen lassen. Das Luftpolster unter mir war fast so fest, dass ich meinte , man könnte es anfassen. Kurz über den Wolken drehte ich mit dem Kopf nach unten und zog den Griff des Fallschirms. Der Moment zwischen dem Ziehen des Griffes und dem Entfaltungsstoß war der spannendste des ganzen Absprungs. Nachdem der Schrim mit einem ordentlichen Ruck über mir stand, ging es langsam im Schaukelsitz der Erde entgegen. Durch den staken Wind, hin und her geschleudert, landete ich auf einem Stoppelfeld, dicht außerhalb eines mir unbekannten Ortes. Kurz vor der Bodenberührung löste ich die Schlosssicherung meines Schirms, um ihn bei der Bodenberührung sofort abwerfen zu können. Ich merkte jedoch, dass ich rücklings aufschlagen würde. Beim Aufprall verlor ich die Besinnung. Nach etwas 30 Minuten erlangte ich das Bewusstsein wieder. Ich wurde geborgen und mit einem Sanka nach Markersdorf an der Pielach gebracht. Meine Maschine soll in der Luft explodiert sein, der Motor rammte drei Meter tief in eine Pflasterstraße. Eine Rauchfahne, die vom Aufstieg herrührte, konnte ich noch vor meiner unfreiwilligen Landung entdecken."\n
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Beitrag von I/JG27_Zimmi » So 06 Sep 2015, 08:41

\nLuftkrieg über Europa 1939-1945, Manuel Wolf\n\nEine schöne Abhandlung über Formationsfliegen , passend zum Geschwaderfliegen letzten Freitag ! :mh:\n\n\n"Inzwischen ist der Krieg in Spanien beendet. Am 26. März 1939\nkapitulieren die Republikaner, die Truppen Francos marschieren in\nMadrid ein. Die siegreiche „Legion Condor" hatte 298 Männer verlo-\nren, 386 feindliche Flugzeuge vernichtet (313 davon in Luftkämpfen\nund 232 eigene Flugzeuge verloren (davon 72 durch „Feindeinwir-\nkung"). Außerdem hatte sie 21.337 Tonnen Bomben abgeworfen,\nViel wichtiger als das ist aber: Sie hatte Erfahrungen von unschätz-\nbarem militärischen Wert mit nach Hause gebracht. Man hatte ge-\nlernt, wie man vorrückenden Bodentruppen äußerst effektiv den\nWeg frei bomben konnte. Der Einsatz von Sturzkampfbombern auf\nPunktziele war erprobt. Und: die in Frankreich und England noch\nlange Zeit üblichen schwerfälligen Jägerformationen in Dreierketten\nsind in Deutschland nun Geschichte. Bei der Dreiergruppe ist alleine\nder leicht nach vorne versetzt fliegende Formationsführer dazu in\nder Lage, sich auf den Gegner zu konzentrieren. Die beiden anderen\nfliegen relativ eng zum Vordermann links und rechts hinter ihm und\nsind vollauf damit beschäftigt, ihre Position innezuhalten. Zum ak-\ntiven Eingreifen in einen Luftkampf sind sie kaum in der Lage. Dies\nwird noch verschärft beim Fliegen einer Kurve, denn hierbei muss der\ninnen im Kurvenradius fliegende Pilot eine erheblich engere Kurve\nmanövrieren als derjenige, der außen fliegt. Dies in einem schnellen\nJagdflugzeug korrekt zu koordinieren, ist eine fliegerische Herausfor-\nderung an sich- Ein beträchtlicher Teil der Aufmerksamkeit gilt dem\nFliegen selbst und steht somit nicht mehr dafür zur Verfügung, den\nHimmel der Umgebung zu beobachten und gefährliche Flugmanöver\ndes Gegners zu erfassen!\nDagegen bilden die Deutschen nun unter dem Einfluss von Adolf\nGallands Nachfolger in Spanien, Werner Mölders, eine völlig andere\nFormation. Die US-Amerikaner, die sie einmal analysieren und für\nihre eigenen Jägereinheiten übernehmen werden, nennen sie später\n„Finger four" - Vierfinger-Formation.\nDabei fliegen zwei Maschinen zusammen, sie bilden eine so ge-\nnannte „Rotte". Der Vordermann und Rottenführer übernimmt\ndie Führung und konzentriert sich auf den Angriff, während sein\nRottenflieger - oder „Katschmarek" - hinter ihm die Augen aufhält\nand nach rückwärts deckt. Da er nur diese eine Aufgabe hat - dem\nRottenführer hinterher zu fliegen, egal ob rechts, links, oben oder\nunten, und ihm den Rücken freizuhalten - kommt dieser Pilot nicht\nannähernd in eine derartig überfordernde Situation wie sein briti-\nscher „Kollege". Im Gegenteil, er hat-typischerweise etwas unerfah-\nrener als sein Rottenführer - sogar Gelegenheit, diesen zu beobachten\nund von ihm zu lernen, wie man sich erfolgreich in Schussposition\nmanövriert. Erfolgt allerdings ein Angriff von hinten, so hat der\nDeckungsflieger natürlich seinen Vordermann zu warnen und ge-\ngebenenfalls auch einzugreifen! So geführte Piloten lernen schnell,\nvor allem Umsicht, Taktik und selbst verantwortete Eigeninitiative.\nIdealerweise fliegen in den deutschen Jagdverbänden zwei Rotten\nzusammen und bilden einen so genannten „Schwarm". Diese Vier-\nerformation ist es, welche die Amerikaner (und Engländer) „Finger\nfour" nennen. Beide Rotten fliegen in einer typischen, aber in je-\nder Hinsicht flexiblen Position zueinander, außerdem in erheblich\nkomfortablerem Sicherheitsabtitand als in der V-Formation der Briten\nüblich. Drei Schwärme bilden eine „Staffel", die so durchaus einen\nLuftstreifen von ein bis zwei Kilometer wie die Glieder einer Kette\nabdecken kann. Diese Taktik erhöht die Schlagkraft der deutschen\nJagdwaffe im Vergleich zu allen Widersachern zu Beginn des Zweiten\nWeltkrieges beträchtlich."\n\nPasst Wunderbar. :vhap:\n
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Beitrag von I/JG27_Zimmi » So 06 Sep 2015, 08:42

\nVORSICHT ! Legenden und Fliegerlatein !\n\nBei der knapp 800 Seiten Neuerscheinung "Luftkrieg über Europa 1939-1945"(LüE) von Manuel Wolf\nfindet sich wieder mal das schöne Märchen : Battle of Britain - Die Notwasserung einer ganzen Staffel/Gruppe BF 109 ohne Sprit !\nHeute (2010), also 70 Jahre nach den Ereignissen liegen alle täglichen Verlustzahlen beider Seiten offen,alle wöchentlichen \nKlarstandsmeldungen sind einsehbar.Solche Geschichten hat das Buch eigenlich nicht nötig und diskeditiert den Restlichen Inhalt.\n\nZum Kern: In LüE, Seite 89\n\n"Die deutschen Jagdgeschwader sind noch durch eine weitere\nAchillesferse behindert. Sie haben keine Funkverbindung zu ihren\nSchützlingen, den Bombern, da die jeweils verwendeten Funkgeräte\nnicht kompatibel sind. In Begleitschutzmission müssen die Jäger so-\nmit „auf Gedeih und Verderb" dem Kurs der Bomber folgen - und\nsei es bar jeglicher Vernunft. Fliegen die Bomber zu weit, so können\ndie Jäger sie nicht davon abhalten. Sie haben die Wahl, einfach ab-\nzudrehen (und somit die Bomber schutzlos im Stich zu lassen) oder\neine Notwasserung im Kanal zu riskieren.\nOberleutnant Ulrich Steinhilper (3./JG 52) erinnert sich an einen\nVorfall dieser Art. Weil sie zu lange bei den Ju 88-Bombern ausge-\nharrt hatten, gehen 21 Messerschmitts in den Fluten des Kanals unter.\nDie See ist zu stürmisch für erfolgreiche Rettungsmanöver. Nur zwei\nPiloten werden geborgen, die übrigen 19 ertrinken."\n\nund, LüE.Seite 114 ff\n\n"Es passiert, dass eine komplette deutsche Jagdstaffel eine Me 109\nnach der anderen notlandet - ohne Beschussschäden! Zwölf Mes-\nserschmitt-Jäger! Sieben von ihnen finden sich in bewegter See im\nWasser des Ärmelkanals wieder. Die letzten vier Piloten der Staffel\nschaffen es gerade noch an den Strand der französischen Küste. Einer\ndavon ist Leutnant Max-Hellmuth Ostermann (7./JG 54)."\n\nDiese Geschichte taucht immer mal wieder in der Battle of Britain (BoB) Legendenbildung auf.\nSelbs Galland benutzt sie bei "Die Ersten und die Letzten"(1953)\n\nJ.Prien (Jagdfliegerverbände 4/I)schrieb schon 2000 dazu: \n \n"Diese Darstellung ist ein reines Ammenmärchen, eines allerdings, das offenbar ganz besonders dank-\nbar aufgenommen worden ist und seither die blumigsten Ausschmückungen erfahren hat. Kein einzi-\nger Jagdverband - Galland zieht es wohlweislich vor, das fragliche Geschwader nicht zu benennen 6 -\nhat während der Kämpfe am Kanal überhaupt, geschweige denn bei einem einzigen Einsatz, jemals\nzwölf Messerschmitts wegen Spritmangels verloren. Denn richtigerweise gingen zwischen dem 1.8.\nund dem 30.11.1940 bei allen am Kanal eingesetzten deutschen Tagjagdgruppen zusammen ganze\nzwei Bf 109 E nachweislich durch Absturz in die See wegen Spritmangels total verloren 7, während\nweitere acht bei Notlandungen beschädigt wurden 8. Dabei wurde ein Flugzeugführer getötet, ein\nweiterer wurde verletzt. Möglicherweise gingen drei weitere Bf 109 E, die im selben Zeitraum unter\nunbekannten Umständen über dem Kanal vermisst blieben, auch noch auf das Konto " Spritmangel "\nals Verlustursache, doch ist dies keineswegs sicher."\n\n"Er bezieht sich dabei offensichtlich auf einen Bericht, den Lt. Max-Hellmuth Ostermann von der 7./JG 54\nvermutlich für die PK gegeben hat und der auszugsweise bei C.Bekker,Angriffshöhe 4000, S. 221 ff, wiedergegeben wird;\ndieser bezieht sich auf den Einsatz er III./JG 54 vom 30. September 1940 und stellt ein Musterbeispiel von\nschönstem "Jagdfliegerlatein " dar, wenn es dort unter anderem heisst: " [... ] Einer nach dem anderen musste\nauf dem Wasser notlanden: eine Schaumspur, hinterher eine gelbe Schwimmweste, ein grüner Fleck ... [...] "\nAls Ergebnis dieses Einsatzes sollen nach über zwei Stunden Einsatzzeit sieben Bf 109 mit trockenen Tanks\nnotgewassert und fünf am Strand bei Abbeville ( !) notgelandet sein. Tatsächlich wurden bei dieser Gelegenheit\nzwei Bf 109 E der 7./JG 54 bei Bauchlandungen wegen Spritmangels bei Dieppe massig beschädigt, ihre\nFlugzeugführer blieben unverletzt.\n Eine noch weit hanebüchenere Geschichte wurde unlängst in einer\nFemsehreihe des ZDF über den Luftkrieg im II. Weltkrieg zum Besten gegeben, wo ein vormaliger\nFlugzeugführer des JG 52 - der Name ist den Verf. bekannt - von einem Vorfall zu erzählen wusste, bei dem\neine einzige Gruppe bei einem Englandeinsatz 19 Bf 109 E wegen Spritmangels durch Notwasserung auf dem\nKanal verloren hätte, wobei nicht weniger als 17 Flugzeugführer ertrunken sein sollen. Offensichtlich hatten die\nverantwortlichen Redakteure dieser Sendung - Leitung Guido Knopp - es nicht für nötig befunden, diese ganz\noffensichtlich fragwürdige Geschichte zu uberprüfen, so dass die haarsträubende Darstellung des alten Fliegers\ndem staunenden Fernsehvolk als geschichtliche Tatsache vermittelt wurde."\n\n\nbtw. Als Quellenangaben für das Buch LüE hat M.Wolf auch Band 4/I von Prien angegeben ...\n... er hätte es auch mal lesen sollen !\n\nUdo aka Wing\n
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Re: Der Bücherthread

Beitrag von I/JG27_Zimmi » So 06 Sep 2015, 08:42

\nDavongekommen-als Kampfflieger über allen Fronten\n\nBin auf Pervitin (Methamphetamin) gestoßen. Der Pilot wird nach einem Angriff verwundet. Kaut dann Pervitin und 2 Kaffeebohnen--- mit einem Schluck Cognac und er (sein Bordfunker mit der Notsteuerung) kann noch 2 Stunden zurückfliegen. \nMir bisher unbekannt aber auf Wiki steht das.\n\n"Verwendung im Zweiten Weltkrieg\nInsbesondere während der so genannten Blitzkriege gegen Polen und Frankreich 1939/40 fand Methamphetamin millionenfache Verwendung. Unter den Spitznamen Panzerschokolade, Stuka-Tabletten und Hermann-Göring-Pillen diente das Mittel zur Dämpfung des Angstgefühls sowie zur Steigerung der Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit bei Soldaten, Fahrzeugführern und Piloten.\n\nIn der Zeit von April bis Juni 1940 bezogen Wehrmacht und Luftwaffe mehr als 35 Millionen Tabletten Pervitin. Durch eine Intervention des damaligen Reichsgesundheitsführers Leonardo Conti war das Medikament ab Mitte 1941 nicht mehr frei erhältlich, sondern nur noch auf Rezept. Hierdurch reduzierte sich der Einsatz der Droge merklich".\n
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Re: Der Bücherthread

Beitrag von I/JG27_Zimmi » So 06 Sep 2015, 08:43

I/JG27_Buran hat geschrieben:\nHab mir dieses Buch hier gekauft:\nhttp://www.amazon.de/Im-Einsatz-%C3%BCb ... 932&sr=8-1\n\nAus meiner bescheidenen Sicht sehr interessant. Auch viele Fotos drin, die mir zum großen Teil neu waren.\nScholz wollte 1934 als Offizier zur Luftwaffe und musste seine Ausbildung noch bei der Marine beginnen, weil es eine LW ja offiziell noch gar nicht gab. Er war dann schon in Spanien dabei, flog im BOB und war später Gruppenkommandeur JG 5 (Walter Schuck flog in seiner Gruppe). Zuletzt Jagdfliegerführer Norwegen.\nIm Buch wechseln persönliche Erinnerungen immer mit der Faktenlage und Beschreibungen von Weggefährten, die dann vom Co-Autor Ingo Möius aufbereitet wurden.\n\nHier mal ein paar Leseproben:\n\nBesoldung im Spanien-Einsatz:\n\n"Unteroffiziere und Mannschaften wurden durchschnittlich nach 9 Monaten, Offiziere nach einem Jahr abgelöst. Das Gehalt jedes Soldaten wurde in Deutschland weitergezahlt. In Spanien erhielt man noch eine sogenannte "Gefahrenzulage", gestaffelt nach Dienstgrad und Einsatz. Flugzeugführer erhielten beispielsweise mehr als Bodenpersonal. Diese Zulage war sehr hoch und betrug bei einem fliegenden Leutnant wie mir im Monat 1.200 Reichsmark, wovon die Hälfte in Peseten, die andere Hälfte zusammen mit dem Gehalt in Deutschland auf ein Sparkonto eingezahlt wurde. Ein fliegender Leutnant verdiente damit im Monat insgesamt 1.500 Reichsmark. Geld spielte für heimkehrende Spanienkämpfer keine Rolle mehr.\nDamals waren 100 Peseten rund 30 Reichsmark. Man erhielt also in spanischer Währung 2.000 Peseten ausgezahlt. Mit dieser Summe konnte man wie ein Krösus leben. Die meisten Spanienkämpfer kamen durchschnittlich mit 9.000 - 10.000 Reichsmark zu Hause an und kauften sich als erstes ein Auto."\n-------\n\nAlltag in Spanien :blink:\n\n"Allerdings blühte in Spanien das Bordellwesen. In dieser Sache nahm es der Spanier plötzlich wieder nicht so ernst mit seiner Gläubigkeit. Es gab viele derartige Einrichtungen, die auch als etwas ganz alltägliches angesehen wurden. Gotthard Handrick, der Kommandeur unserer Jagdgruppe, hatte Verständnis für die Notstände seiner Männer. Er ging zu einer jener Bordellbesitzerinnen und traf eine Übereinkunft mit ihr. Von da an hatte die Jagdgruppe ihr eigenes Bordell. Eingerichtet wurde es in einem Quartier in der Nähe unseres Flugplatzes. […]\nFür die Offiziere bedeutete dies eine weitere Aufgabe, von da an gab es den sogenannten OvB, den Offizier vom Bordelldienst. Auch ich hatte einmal diese Aufgabe zu übernehmen. Das Ganze spielte sich immer abends ab, von 18.00 Uhr bis spätestens Mitternacht. Als Offizier sollte man aufpassen. Wer hinein wollte, mußte sich zuerst bei mir melden. Wer Schnaps dabei hatte, mußte diesen abgeben. Alkohol war dort grundsätzlich verboten. Wenn es irgendwo zu kleinen Eifersüchteleien kam, mußte der Offizier eingreifen und wieder für Ordnung sorgen. \nDas ist sicher eine kleine Anekdote, die vielleicht bisher nicht so bekannt war, aber es war die Realität. Wir sind ja nicht nur geflogen."\n----------\n\n... so viel zum Thema "Luftkampfmanöver online":\n\n"Hatte einer von uns einen Abschuß erzielen können, dann drehte er bei Rückkehr vor der Landung noch eine Ehrenrunde und wackelte dabei mit den Flächen. Mölders brauste immer zusätzlich im Tiefflug über den Platz, zog plötzlich seine Maschine senkrecht in die Höhe und flog eine Spirale nach oben. Er beherrschte das Fliegen virtuos. Ich selbst hatte, besonders in späterer Zeit, mehrfach versucht, eine Rolle zu fliegen, aber dieses Manöver nie wirklich hundertprozentig komplett ausführen können. Die Handgriffe dafür mußten sprichwörtlich in Fleisch und Blut über- gehen. In den Sekundenbruchteilen verblieben einfach keine Zeit um zu überlegen wie Höhen- und Seitenruder zu bedienen sind. Das Manöver, welches Mölders aus dem Tiefflug heraus begann, hätte nicht den kleinsten Fehler erlaubt und ihm aus dieser geringen Höhe das Leben kosten können."\n\n-------------\n\n... und der Funk war damals auch nicht besser :wink2:, hier während BOB:\n\n"Flog man freie Jagd, bekam man lediglich dafür einen bestimmten Luftraum zugewiesen. Die Führung des Verbandes war dann ganz dem Kommandeur überlassen. Kam es zu größeren Luftkämpfen mit einer erheblichen Anzahl an Feindflugzeugen, dann waren die Möglichkeiten eines Kommandeurs, seinen Verband auch noch wirklich führen zu können, schnell recht eingeschränkt. \nIm Funksprech entstand ein unheimliches Gebrüll. Jeder war nervös und aufgeregt, alle schrieen durcheinander, was ihnen gerade in den Sinn kam. Es war ein einziges Gewirbel. Man mußte immer aufpassen, daß sich niemand hinter einen setzte. Gleichzeitig hielt man nach eigenen Zielen Ausschau. Saß man selbst hinter einer Feindmaschine, ließ der sich natürlich ebenso nicht einfach abschießen. Es war ein ständiges Rauf und Runter, Hin und Her. Da den Überblick zu behalten, war nicht einfach."\n-----------\n
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Beitrag von I/JG27_Zimmi » So 06 Sep 2015, 08:43

I/JG27_WING hat geschrieben:\nPost war da ...\n\nBild\n\nBand 10 / III und IV :mh: :mh: :mh: :mh:\n
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Re: Der Bücherthread

Beitrag von I/JG27_Zimmi » So 06 Sep 2015, 08:44

I/JG27_WING hat geschrieben:\nHab mich diese Woche durch die neue Biografie von Keith Richards durchgeschossen !\nDie 730 Seiten sind wie im Fluge durchgegangen .\nDas Buch ist Ehrlich und Humorvoll geschrieben .... ich hatte teilweise Tränen in den Augen,\nweil ich die Geschichten aus den spätsechzigern und 70igern direkt nachvollziehen konnte. 8)\n\nFür mich war das jedenfalls ein geiles Kopfkino !\n\nBild\n\nMein Rechenknecht !BildBildBild\n\n :vhap:\n
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Re: Der Bücherthread

Beitrag von I/JG27_Zimmi » So 06 Sep 2015, 08:48

I/JG27_Degalus hat geschrieben:\nIch lese grad das Buch "...schleppte und flog Giganten". Der Autor, der Pilot war erzählt da die Anfänge mit DFS und GO Lastenseglern und dann die Me321... ohne ein Triebwerk ein riesen Monster, anfangs geschleppt mit 3x Bf110 C1 mit Tropen Maschinen im Troika-Schlepp, hochgefährlich für alle gab es jede Menge Probleme zu bewältigen. Er beschreibt Unfälle und das Umständliche wieder klarmachen der Maschinen... ein fliegen von Leipheim (wo ich Wohne) bis zur Front im Osten dauerte lange... man startet hier, flog nach Merseburg dort den Segler ausklinken... wieder aufbocken auf Fahrwerk... wieder der riskante Start und das unzählige male bis zur front und dann durfte kein Berg oder Gewitte da sein. Die Bf's stiegen mit 140km/h vom platz weg... wenn die Start-Raketen nicht zündeten an der Me, wars der tot für alle Besatzungen bei Halo 0. \n\nEigens für die Me321 wurde ein Ladeingeneur ausgebildet...quasi der erste Lademeister...weil die Fracht oft verrutschte und nicht richtig gesichert war und dadurch viele Me's schon in der Ausbildung abstürtzen...\nEr berichtet auch von den ersten Bauten der Maschinen, die von Möbelfirmen im Schwabenländle gebaut wurden, die Stahlrohrrahmen wurden als Strommasten getarnt gebaut und Transportiert. Und wie letzendlich die He111Z gebaut und eingesetzt wurde... bei diesem Kapitel bin ich grad...ich meld mich wieder.\n\nAuf jedenfall ist das Buch eine Empfehlung wert.\n
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Re: Der Bücherthread

Beitrag von I/JG27_Zimmi » So 06 Sep 2015, 08:48

Grad nen Anruf bekommen.\nStruve Druck hört mit der Buchspalte "Jagdgeschwader der Deutschen Luftwaffe 34-45" auf und wird nur noch seine Zeitungen rausbringen. Aus dem Verlag löst sich ein Mitarbeiter (Herr Rocke (wenn ich das richitg verstanden habe)) nun als Selbständiger Verleger und arbeitet mit Herrn Prien weiter an der Buchreihe. Ob man noch über www.Jagdgeschwader.net weiter Bücher bestellen kann ist jetzt noch unklar.\nPreistechnisch wird sich laut neuem Verleger erstmal nichts ändern. :bow: :bow: :bow:\n\nWer grad bestellt oder vor kurzem bestellt hat, muss sich auf längere Wartezeiten einstellen, man wird aber nicht vergessen. :bow:
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Re: Der Bücherthread

Beitrag von I/JG27_Zimmi » So 06 Sep 2015, 08:48

Zitat von: I/JG27_Degalus am Januar 13, 2011, 16:26:20\n\n Bin jetzt mit "...schleppte und flog Giganten" fertig und muss sagen, mich hat schon lange nicht mehr so ein Buch gefesselt.\n Der Autor, der selbst den Gigant flog, beschreibt zuerst Technik, Geschichte, Einsatzarten und die Ausbildung vor allem hier bei mir in Leipheim darauf. Me323 und Me321 werden ausführlich beschrieben aber es wird nicht langweilig, da er dann wieder einen Fall dazu erklärt.\n Der Einsatz von Italien aus nach Afrika wird ausführlich erläutert mit allen schweißtreibenden Tätigkeiten (nichts mit Fly-by-Wire, die mussten sich zu zweit mit den Füßen abstützen um nicht abzustürzen) und den Sorgen als Pilot und Vorgesetzter. Das Abschlachten dann der Transporter, egal ob Ju52 oder Me323 wobei auch er 2mal abgeschossen wurde.\n Das eine mal bei Cap Bon /Tunesien wo alle 14 Giganten verloren gingen und das andere mal auf Sardinien, wo er von P-51 Jägern gejagt wurde und die Me323 brennend Notlanden konnte beschreibt er auch, wie er 2 seiner Jungs dann brennend im Wrack sieht, die Körper bis zur unendlichkeit verkohlt und zusammen geschrumpft. Ein anderer sprang brennend aus dem Notlanden Giganten und wurde mit gebrochendem Rückgrad und halb verbrannt tot auf der Wiese liegend gefunden...bis hin dann zur Auflösung der Transportverbände und die Eingliederung in die Infantrie, wobei er als einer der wenigen das Glück hatte und zur Nachtjagd gehen konnte.\n\n Ist auf jedenfall mal ein andere Sicht, aus die ein Transportflieger berichtet. Freut sich immer wieder über die Jäger, die 1 Stunde fliegen dürfen und auch mal wegstürzen könnten...aber in 20-30m über dem Mittelmehr geht das leider nicht mehr mit 43 Tonnen Flugzeug.\n Wer das Buch mal haben will, dem leihe ich das gerne aus. Melde sich wer kann.\n\n LG Degalus
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Re: Der Bücherthread

Beitrag von I/JG27_Zimmi » So 06 Sep 2015, 08:48

Zitat von: I/JG27_Degalus am Februar 20, 2011, 19:12:31\n\n Hat jemand Bücher vom JG26 und JG3?\n Geht um einen Abschuss vom 13.08.1944, Wilhelm Schäfer vermutlich bei der 3./JG26 mit einer Fw190 A8\n\n oder\n\n laut WAST war er bei der 12./JG27 und wurde am o.g. Tag mit einer Bf109 G-6 (das er bei beim JG27 war, kann ich ausschließen. An diesem Tag gab es 2 verzeichnete Verluste aber keiner davon war Schäfer) abgeschosen und verstarb infolge des abschusses am 31.08.1944 im Lazerett.\n Der nächste Verlust der IV. Gruppe war erst wieder am 20.09.44.\n\n Laut Prien wurden auch Piloten an das JG3 verteilt. Evtl findet man ihn da???\n\n Kann jemand helfen?
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Re: Der Bücherthread

Beitrag von I/JG27_Zimmi » So 06 Sep 2015, 08:48

Zitat von: I/JG27_WING am Dezember 17, 2010, 18:57:11\n\n Red Ball Express war der Codename für eine der größten logistischen Operationen des Zweiten Weltkriegs. Er bestand aus einer Flotte von 5.958 Lastkraftwagen und Anhängern, die über 412.000 Tonnen Munition, Nahrung und Kraftstoff zwischen dem 25. August und 16. November 1944 zu den alliierten Armeen an der westeuropäischen Front lieferten.\n\n Die Fahrer des 225. AAA Searchlight-Bataillons, die Red Ball Trucker, luden in den Red Ball Depots Versorgungsgüter, speziell Benzin und Munition, auf und fuhren damit zu den weiter vorne an der Frontlinie liegenden Flugfeldern des 225. Bataillons am Westwall. Damit bildeten sie bei den weit gedehnten Versorgungswegen von der Normandie nach Ostfrankreich und Belgien die lebenswichtige Ader, die die alliierten Armeen am Leben hielt.\n\n Annähernd 75 Prozent aller Fahrer waren Afroamerikaner. Dies resultierte aus der damaligen Einstellung der kommandierenden Offiziere vor und zu Beginn des Krieges, dass Schwarze keine Einstellung zum Kämpfen hätten. Daher dienten sie fast ausschließlich in Nachschub- und Serviceeinheiten. Diese Einstellung änderte sich erst ab etwa 1942.\n\n\n goochel und wikipedi ist da sehr ergibig.\n\n mfg udo
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Re: Der Bücherthread

Beitrag von I/JG27_Zimmi » So 06 Sep 2015, 08:49

Zitat von: I/JG27_Degalus am März 28, 2011, 13:03:09\n\n Post isch da...\n\n Ende April kommt von der Prienreihe der Band 11 /II raus.\n 584 Seiten, 603 Abbildungen davon 9 farbig kosten 64€\n\n Thema:\n 01.01.43 - 31.12.43 Einsatz im Mittelmeerraum\n\n Westlicher und östlicher Mittelmeerraum\n II und III JG53\n Stab, I, II, III JG77\n Stab und I JG53\n\n Rumänien\n I JG4\n I JG5\n III JG77\n 10. JG 301\n und\n Änderungen zu den Teilen 1 bis 10/IV
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Beitrag von I/JG27_Zimmi » So 06 Sep 2015, 08:49

Zitat von: I/JG27_Degalus am Mai 03, 2011, 18:10:14\n\n Ist nicht neu. Teil A-E kam schon vor 14 Jahren, F-K vor 13 Jahren raus. Nun hat er beide Teile vereint. Ist aber nicht die Glanzlösung denn bei Radinger streiten sich die Experten. Ich find ihn aber gut... in Verbindung mit Prien Rodeike 109er Buch.\n\n http://www.amazon.de/Messerschmitt-Alle ... sr=1-4\n\n http://www.amazon.de/Messerschmitt-Alle ... 605&sr=1-5
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Re: Der Bücherthread

Beitrag von I/JG27_Zimmi » So 06 Sep 2015, 08:49

Zitat von: I/JG27_Degalus am Mai 08, 2011, 15:11:40\n\n Ruhet in Frieden, Soldaten! (Grad fertig gelesen)\n Ein Klasse Buch von 2 Reportern über die Informationspolitik und Pressefreiheit der Bundeswehr. Bringt einen klaren Eindruck hinter die Kulissen in Afghanistan, was mit Schröder, Scharping, Jung und Schneiderhahn alles schief ging und was es mit dem Ausdruck "Krieg" den keiner aussprechen will auf sich hat.\n Habs gradezu verschlungen und auch grad weiterverliehen. Kann es sehr empfehlen.\n https://www.amazon.de/Soldaten-Bundeswe ... sr=8-1\n\n Kampfgeschwader 51 "Edelweiss" (Angefangen zu Lesen)\n Ist eine Chronik des Motorbuchverlags aus den 80igern. Anfang etwas langweilig (fängt mit 1935 an), werden aber dann mit Sitzkrieg viele Erzählungen von Piloten abgedruckt. Sie beschreiben Fliegerwetter, Blindflug, neue Flugzeugtypen, Scheinangriffe sowie Irrtümlich deutsche angegriffene Ziele. Schwierigkeiten mit der Kurssteuerung und enge Formationsflüge im Nebel.\n Aufgrund der Erzählungen sehr interessant und Anschaulich.\n\n Die Luftschlacht um England (Len Deighton)\n Beschreibt die politischen Geschehnissse auf der Insel, wie die Industrie und die Politik sich gegenseitig aufstachelten und die RAF die Leidtragenden aus den Streitereien waren. Warm Spit und Co zu spät, zu wenig und zu teuer augeliefert wurden.\n\n Mosquito Das hölzerne Wunderflugezug des 2. Weltkrieges.\n Ein Buch über die Mossi, Entwicklung, Bewaffnung, Piloten und Einsätze bei Tag und Nacht über Norwegen und Frankreich. Aus meiner Sicht ein erstaunliches Flugzeug was unheimlich viel aushielt. Nur Wasser war sein größter Feind.\n\n Als nächstes sind "Das ist auch euer Krieg" Heike Groos, "Marionetten" von Le Care und endlich mal "Die Geschichte vom Brandner Kasper" dran.
OLt. Zimmermann
Gruppenkommandeur

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